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  • Nachbericht Veranstaltung „Nachhaltiges Bauen & Arbeiten“

    Zeitgemäße Architektur besticht durch ein nachhaltiges Gesamtkonzept. Unter diesem Motto haben die beiden Unternehmen WIEHAG GmbH und Wiesner-Hager Möbel GmbH am 26. Juni Architekturschaffende zu einer gemeinsamen Veranstaltung nach Altheim eingeladen. Drei Experten aus unterschiedlichen Bereichen referierten im Wiesner-Hager Loft über ihren Beitrag zu „Nachhaltigem Bauen und Arbeiten“. Erich Wiesner, Eigentümer von WIEHAG und sein Cousin Markus Wiesner, Eigentümer von Wiesner-Hager, eröffneten die Veranstaltung. Seit der Eigenständigkeit der beiden Firmen 1991 (Gründung 1849), war dies die erste gemeinsame Veranstaltung.

    Holzbau als Lösung für nachhaltige Gebäudezertifizierung

    Den Beginn machte Philipp Kaufmann, Gründungspräsident der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI). Er stellte den mehr als 50 Besuchern die ökologische Gebäudezertifizierung nach dem DGNB System vor. „Der Holzbau ist die Antwort auf einen notwendigen Paradigmenwechsel“, leitet Kaufmann seinen Vortrag ein. Den Schlüssel für zukünftig erfolgreiche Immobilien sieht er in der integralen Planung und im lebenszyklusorientierten Bauen. Dies sei eine Frage des Wollens und Bauens. Es ginge dabei nicht um Bestbieter und Investitionskosten, sondern darum, eine nachhaltige Städteplanung und Architektur zu vereinen. Gerade der hohe Verbrauch an CO2 im goldenen Zeitalter des neuen Jahrtausends sollte zum Umdenken für eine verantwortungsvolle Vollkostenbetrachtung bewegen, in der auch die Folgekosten berücksichtigt werden.

    Die internationalen  Zertifizierungen mit gemeinsamen Standards haben zum Ziel, mehr Transparenz und damit eine bessere Vergleichbarkeit von Gebäudeimmobilien und Baustoffen zu schaffen. Obwohl erst vor fünf Jahren gestartet, kann die ÖGNI bereits auf 92 Zertifizierungen in Österreich seit 2009 verweisen – vorwiegend große Immobilien wie die neue Wirtschaftsuniversität Wien. Im Durchschnitt erzielen zertifizierte Gebäude eine um 16 Prozent höhere Rendite, womit eines auch deutlich wird: „Bei der ökologischen Gebäudezertifizierung geht es nicht um den Idealismus einiger Gutmenschen, sondern um klare wirtschaftliche Faktoren und Management“, so Kaufmann. Das „Green Label“ der Baubiologie kann in Deutschland (DGNB) derzeit auf 364 Projekte und in Österreich (ÖGNI) auf 80 Projekte verweisen. Beispiele für ökonomische, integrale Planung sind begrünte Dächer, Wärmerückgewinnungsanlagen, lärmfreie Anlieferungszonen bei Handelsimmobilien, naturnahe Begrünung, Barrierefreiheit, Kühlung über Grundwasser, thermische und akustische Leistungsfähigkeit sowie Schadstofffilter. Klimaschutzmärkte zur Einsparung von CO2 wären hier Vorreiter. Ein wesentlicher Einwurf auf Seiten der Architekten in Bezug auf zukünftige nachhaltige Architektur, sei die Überarbeitung der Vergaberichtlinien.

     

    Gezielte Raumakustik für produktivitätsfördernde Arbeitsatmosphäre

    Akustikexperte Uwe Schwarzkopf von SilenceSolutions sprach in seinem Referat über den „Behaglichkeitskiller“ Nummer 1 in Bürogebäuden - den Lärm. Und zeigte dabei wirksame Lösungsansätze auf. Sie zielen darauf ab, in verdichteten Büroflächen mit offenen Raumstrukturen bestmögliche akustische Behaglichkeit zu schaffen. Dabei werden spezielle Wand- und Deckenabsorber eingesetzt, die die Sprachverständlichkeit und Kommunikation etwa in Konferenzräumen unterstützen, um die Raumakustik für qualitätsvolle Gespräche zu erhöhen. „Nach dem patentierten Multi-Impedanz-Prinzip trifft der Schall durch das schalldurchlässige Gehäuse auf das mehrlagige Dämpfungsmaterial. Hier wird er weitgehend absorbiert“, erklärt Uwe Schwarzkopf.

    In anderen Zonen, in denen Ruhe und Konzentration gefordert sind, wird entsprechend gedämmt. Ein weiteres Beispiel sei die bestmögliche Büroraumnutzung. Auch dafür bietet SilenceSolutions ein optimales Konzept zur Flächenverdichtung. Großraumbüros sollten intelligent geplant werden, um effektiv arbeiten und kommunizieren zu können. Niedrige Nachhallzeiten und damit niedrigere Grundgeräuschpegel führen in Großraumbüros zum sogenannten „irrelevanten Spracheffekt“ – sprich dem Mithören nicht notwendiger Sprachinformationen über weite Entfernungen. Diese Anforderungen werden durch akustische Lösungen berücksichtigt. Ebenso bedürfen stark frequentierte Empfangshallen spezieller Akustiklösungen. Zur optischen Abgrenzung hoher Räume bietet SilenceSolutions Akustik-Deckensiegel. Weiters erzielen Glas-Akustik-Schallschirme und Wave-Absorber optimale akustische Wirkungen.

    Holzarchitektur als Meilenstein in der Stadtentwicklung – die Crossrail Station London

    Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete der abschließende Projektbericht von  Jonathan Rabagliati, Architekt bei Foster & Partners, einem der renommiertesten Architekturbüros der Welt. Er gab Einblicke in die Holzarchitektur anhand des gemeinsam mit der WIEHAG Timber Construction umgesetzten Projektes Crossrail Station in London. Das Projekt gilt als Meilenstein, den Baustoff Holz in die moderne Stadtentwicklung zu integrieren. Johannes Rebhahn, internationaler Vertriebsleiter von WIEHAG und Initiator des Projektes auf WIEHAG-Seite, leitete den Vortrag ein. Er zeigte eindrücklich die Meilensteine des Ingenieurholzbaus vom Beginn in den 1960er Jahren mit der damals größten freispannenden Holzkonstruktion der Welt, der Messehalle Klagenfurt. Weit gespannte Tragsysteme aus Holz sind das Spezialgebiet von WIEHAG Timber Construction. Die hochmoderne CNC-Produktion spielte im Crossrail Projekt eine bedeutsame Rolle.

    „Was macht Foster mit einem Holzdach?“, wurden die Architekten u.a. des British Museums, skeptisch gefragt. „Diese Holzkonstruktion ist mehr Hightech als jede Stahlkonstruktion“, antwortete Jonathan Rabagliati. Möglich macht dies zum Einen das komplexe, integrative Design von Foster + Partners, und zum Anderen die hochmoderne CNC-Produktion im Ingenieurholzbau von WIEHAG. Die ausgeklügelten Details etwa bei den 539 geschweißten Verbindungsknoten seien laut Rabagliati mit dem freien Auge nicht sichtbar. Die geometrische Logik ist so verfeinert, dass kaum ein Teil des Dachs dem anderen gleicht, aber jedes Konstruktionsteil in Relation zum benachbarten steht. Die Installation von Membrankissen von Seele Austria wurde durch ein parametrisches Konstruieren ermöglicht. Dies bedeutet, dass Prozessabläufe dynamisch miteinander verknüpft und Fertigungsdaten programmiert und automatisiert erstellt werden konnten. Crossrail ist derzeit das größte Infrastrukturprojekt in Europa. Als Abrundung konnten die Teilnehmer noch einen Blick in die CNC-Produktion im Holzleimbau der WIEHAG werfen.

  • OÖ. Holzbaupreis 2014 §br für Tesco & Dobbies

     

    WIEHAG erhält OÖ. Holzbaupreis

     

    Die besten Holzbauten des Landes werden alle zwei Jahre mit dem OÖ. Holzbaupreis gekürt. In der Kategorie „Außer Landes“ erhielt WIEHAG am 15. Mai 2014 bei der Preisverleihung des 6. OÖ. Holzbaupreises im OÖ. Kulturquartier in Linz den Preis für die Holzkonstruktion für das Einkaufszentrum Tesco und Dobbies in Kings Lynn/Großbritannien.

    Die hohe Leistungsfähigkeit von Holzkonstruktionen, die überzeugende Planung und Wirkung sowie die kurze Montagezeit überzeugten die Jury vom WIEHAG Projekt. Durch die Vorfertigungsmöglichkeiten im CNC-gesteuerten Holzleimbau konnte der gesamte Holzbau in nur acht Wochen montiert werden. Zirka 1.000 m3 Brettschichtholz wurden dabei verbaut. Der Preis dokumentiert die Nachhaltigkeit des CO2-speichernden Werkstoffs Holz sowie die kreativen Möglichkeiten in der Architektur. 101 Einreichungen heimischer Holzbaukunst von Bauherren, Planern und ausführenden Betrieben wurden gezählt. Weitere Preise wurden in den Kategorien Wohnbauten, Öffentliche, Gewerbliche, Landwirtschaftliche Bauten usw. vergeben.

    Die heimische Holzkompetenz wurde vom Land OÖ, dem Möbel- und Holzbau-Cluster, der Landesinnung Holzbau, der Initiative proHolz OÖ sowie der WK-Fachgruppe Holzindustrie ausgezeichnet.

     

    Jurybewertung


    Das Einkaufszentrum demonstriert auf eindrückliche Weise die hohe Leistungsfähigkeit von Holzkonstruktionen für diesen Bautypus. Auf einer Fläche von 13.500 m2 entfaltet das sichtbare Tragwerk aus Brettschichtholz eine überzeugende konstruktive Logik; Verbunden mit jener starken atmosphärischen Wirkung, die dem Holz als Konstruktions-Werkstoff vorbehalten ist. Die gesamte Konstruktion aus rund 1.000 m3 BSH wurde in nur achtwöchiger Montagezeit errichtet und demonstriert damit neben den konstruktiven Vorteilen auch den attraktiven wirtschaftlichen Aspekt für derartige Bauten mit kommerzieller Nutzung. Das Projekt liefert einmal mehr einen beeindruckenden Beweis für den Erfolg und das nachhaltig etablierte Ansehen oberösterreichischer Holzbau-Kompetenz im internationalen Umfeld.


    Konstruktionsdetails


    Auf 13.480 m2 entstanden, im Auftrag von Tesco Stores Ltd, ein Tesco Lebensmittelmarkt, ein Dobbies Gartenfachmarkt sowie eine zentrale Eingangslobby mit Restaurant. Die Architekten Saunders Architects haben das Objekt komplett in Holzbauweise geplant, lediglich das Fundament wurde aus Beton gegossen. Der Tesco Lebensmittelmarkt hat ein Raster von 12 x 21 Metern. Mit Y-Stützen in der Mitte wurde die Spannweite reduziert, um die Transportlänge von 18 Metern zu erreichen. Die Pfetten haben eine Abmessung von 12 Metern.  Der Gartenmarkt von Dobbies wurde mit einem 12 x 12 Meter Raster geplant und umgesetzt. In der Eingangslobby sowie im Restaurant kamen 30 Meter lange, stützenfreie Parallelträger aus Brettschichtholz zum Einsatz. Die Holzträger im Lobbybereich sind bananenförmig gebogen.

  • Projektwoche für Lehrlinge

    Lehrlinge spielen bei WIEHAG in Altheim eine wichtige Rolle für den Unternehmenserfolg. Aus diesem Grund wurde auch heuer wieder vom 17. bis 21. Februar die Lehrlingswoche für die jungen WIEHAG-MitarbeiterInnen veranstaltet. An den ersten vier Tagen wurden handwerkliche Projekte im Werk erarbeitet, als krönender Abschluss wurde der Hornpark in St. Johann in Tirol besucht.

    Traditionell steht bei WIEHAG jährlich im Februar eine Woche im Zeichen der Lehrlinge. Heuer trafen sich dazu 19 Lehrlinge und ihre Ausbildner, um gemeinsam Projekte zu erarbeiten, an Schulungen teilzunehmen und in einem Ausflug die Lehrlingskollegen abseits des Arbeitsalltages kennenzulernen.

    Lehrlinge lernen Arbeitssicherheit und Selbstständigkeit


    Am Beginn der Woche frischte eine Sicherheitsfirma das Wissen zum Thema Arbeitssicherheit auf. Am Dienstagnachmittag folgte der Projektstart: Die Lehrlinge und Ausbildner hatten sich zum Ziel gesetzt, ein Carport am Firmengelände zu errichten. Das Projekt wurde von der Planung über die Produktion bis zur Montage in Eigenregie der Lehrlinge erstellt. Gemeinsam wurden die Stahlteile in der Schlosserei gefertigt, das Fundament gegossen und in der Produktion die Leimbinder bis zur fertigen Konstruktion zusammenmontiert. Die Ausbildner standen den Lehrlingen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. So konnten die Lehrlinge spezielle handwerkliche Techniken und Fertigkeiten üben und verbessern. Vor allem das Kennenlernen untereinander und die Chance, das Gruppengefühl zu stärken, macht die Projektwoche für alle Beteiligten Jahr für Jahr zu einem großen Erfolg.


    Das Wochenhighlight war der Besuch des Hornparks in St. Johann in Tirol. „Ein super Erlebnis und eine tolle Erfahrung, die jeden Einzelnen und vor allem auch der Gruppe sehr viel gebracht hat“, so Lehrlingsausbildner Manfred Haimerl.

    Bewerbungen für September 2014


    Ab September bietet WIEHAG folgende Lehrstellen an: Holztechniker/-in, Bautechnischer Zeichner/-in, Maschinenbautechniker/-in, Maurer/-in, Schalungsbauer/-in und Zimmerer/-in. Infos unter der Tel. 07723-465-221 oder www.wiehag.com und www.wiehag-hochtief.com.

  • Crossrail Station London: Holzdachkonstruktion fertiggestellt

    WIEHAG hat in nur sechs Monaten Bauzeit Ende März 2014 die Holzdachkonstruktion der Londoner Bahnstation Crossrail im Stadtviertel Canary Wharf fertiggestellt. Die Infrastruktur der Haltestelle Canary Wharf sowie die gesamte Crossrail Linie werden voraussichtlich 2018 abgeschlossen sein.

    Inmitten des Londoner Geschäftsviertels Canary Wharf, zwischen Wolkenkratzern, im Flusslauf eines Seitenarms der Themse, baute WIEHAG ein Markenzeichen der Holzbaukultur. Ein Meilenstein in der Holzarchitektur für eine nachhaltige Denkweise, den Rohstoff Holz in die Stadtentwicklung zu integrieren. Ein Meilenstein im Ingenieurholzbau und für WIEHAG, die die Planung, Statik und Ausführung des Dachtragwerks durchführte.

    In nur sechs Monaten konnten im März, in gewohnt kurzer Bauzeit, montagefertige Einzelteile zu einer 300 Meter langen Dachkonstruktion zusammengesetzt werden. 1000 m3 PEFC-zertifiziertes Holz aus heimischer, nachhaltiger Waldwirtschaft wurden im hochmodernen Fertigungswerk in Altheim zu 1414 Holzträgern verarbeitet.

    Ich bin stolz, dass ich im Projektteam dabei war. Ich freue mich darauf, die spektakuläre Architektur einmal meinen Enkelkindern zeigen zu können“, so das Resümee von Daniel Nieberle, WIEHAG-Bauleiter für eine der derzeit größten Baustellen Europas und dem derzeit größten Holzbau im britischen Königreich.

    • Architektur Rendering © Foster + Partners
    • Architektur Rendering © Foster + Partners
    • Architektur Rendering © Foster + Partners
    • Baustelle WIEHAG Timber Construction
    • Baustelle WIEHAG Timber Construction
    • Baustelle WIEHAG Timber Construction
    • Baustelle WIEHAG Timber Construction
    • Baustelle WIEHAG Timber Construction
    • Baustelle WIEHAG Timber Construction
    • Baustelle WIEHAG Timber Construction
    • Baustelle WIEHAG Timber Construction
    • Baustelle WIEHAG Timber Construction
    • Baustelle WIEHAG Timber Construction
    • Baustelle WIEHAG Timber Construction

    Copyrights: Nigel Young, Foster + Partners; WIEHAG

    Derzeitige Bauphase: Einbau der Membrankissen
    Die Membrankissen im Holzgitterdach, die für viel Licht sorgen, werden aktuell von der ebenfalls oberösterreichischen Firma Seele Austria eingebaut. Die Architektur des ästhetischen Highlights im Herzen der pulsierenden Metropole stammt von Norman Foster und seinem Architekturbüro Foster + Partners in London. Zu den vier Geschossen unter Wasser bzw. zwei ober Wasser sind auch ein eindrucksvoller Landschaftspark auf dem obersten Deck, der nächstes Jahr gebaut wird, sowie Geschäfte und Restaurants geplant.

    Crossrail ist ein Markenzeichen dafür, dass der CO2-neutrale Rohstoff Holz immer wieder aufs Neue fasziniert. Ein Sinnbild für ein ökologisches und ästhetisches Bewusstsein.

    Aktuelle Konstruktionsdetails
    1.414 Holzträger, davon 4 einfach gebogene Träger; 72 Stahlträger, 564 Stahlknoten – davon 86 Anschluss-knoten an Stahlbeton; 2 doppelt gekrümmte Erdrohrträger am Ende des Kragarms im Westen und Osten

    Zeit- und Kostenplan der Bahnlinie Crossrail
    Baubeginn für die 100 km lange Crossrail-Bahnlinie von Maidenhead nach Shenfield & Abbey Wood war im Mai 2009. Die Eröffnung des gesamten Infrastrukturprojektes Crossrail mit der Haltestelle Canary Wharf soll 2018 erfolgen. Die Baukosten werden auf zirka 18 Milliarden Euro geschätzt. Canary Wharf kostet über 600 Millionen Euro. Die Bahnlinie soll im Endausbau u.a. den Flughafen Heathrow mit Ost-London verbinden.

  • Hubschrauber-Montage Ossinger Turm

    Spektakuläre Hubschraubermontage für neuen Aussichts- und Funkturm

     

    Im Oktober montierte WIEHAG in einem atemberaubenden Hubschraubereinsatz den neuen Aussicht- und Rundfunkturm aus Holz am Ossinger Berg bei Königstein (Oberpfälzer Jura im Landkreis Amberg-Sulzbach). Für die Montage wurden im Werk die einzelnen Stockwerke als Brettschichtholz-Elemente (4,60 m x 4,60 m x 3 m) vorgefertigt. In zirka 16 bis 18 Flügen - wobei ein Flug zirka 2:30 Minuten dauerte - wurden die Segmente montiert. Die Montage des Turms erfolgte innerhalb von zwei Werktagen und konnte aufgrund der schweren Zugänglichkeit des Naturschutzgebietes nur mittels Hubschrauber erfolgen. Der alte Rundfunkturm auf dem beliebten Wanderziel Ossinger Berg wurde zu diesem Zweck abgetragen. Architekt des Aussichts- und Rundfunkturms ist DI Josef Stöger, der auch die Baumtürme Neuschönau, Lipno und Rügen entworfen hat. Bauherr ist die Deutsche Funkturm GmbH Nürnberg.

    Details zur Holzkonstruktion


    Es handelt sich um eine brettschichtverleimte Fachwerkskonstruktion mit einem quadratischen Grundriss von 4,60 x 4,60 Metern sowie verzinkten Rundstahldiagonalen. Dafür wurden 40 m3 Lärchenholz und 12 Tonnen Stahl verarbeitet. Das Gewicht eines Bauelements beträgt zirka 4,8 Tonnen und ist somit an der Grenze der Fluglast des Hubschraubers, der für diesen Zweck aus der Schweiz angemietet wurde. Die Stockwerksebenen sind jeweils mit Ober- und Untergurt räumlich getrennt. Ein Treppenturm aus Kreuzlagenholz führt in einem Schachtdurchmesser von zirka 160 x 160 Zentimetern über die gesamte Höhe bis in die Aussichtsplattform.

    Die Gesamthöhe des neuen Turmes beträgt 22 Meter, mit Sendemast 32 Meter. Die jeweiligen Stockwerke wurden auf einen vorgelagerten Platz transportiert, zwischengelagert und für die Hubschraubermontage vorbereitet. Gleichzeitig wurde der Kabelschacht vorgefertigt und im Ganzen auf den Berg geflogen und versetzt. Die Verbindungen der Bauteile wurden so konstruiert, dass eine schnelle Montage (Stecksystem) erfolgen konnte, um die Flugzeiten möglichst gering zu halten. Außen wurde zur Absturzsicherung ein vollflächiges Nirosta-Geflecht aufgebracht. Nach der Montage wurde die Stiegenkonstruktion aus blockverleimtem Lärchenholz eingebaut.